Fernseh-Tipp: “Mary Shelley” (20.06.2020)

von | 20.06.2020 | Fernseh-Tipp

Fernseh-Tipp: “Mary Shelley”

Fernseh-Tipp: “Mary Shelley” – Einleitung

“Mary Shelley” lautet der einprägsame Titel einer fiktiven Filmbiographie über die Autorin des legendären Gothic-Romans “Frankenstein oder Der neue Prometheus”:

Mary Godwin Wollstonecraft, später Mary Wollstonecraft Shelley (1797 bis 1851).

Regisseurin Haifaa Al-Mansour verfilmte die stürmische und im 19. Jahrhundert als skandalös empfundene Liebesgeschichte zwischen Mary Godwin Wollstonecraft und dem Schriftsteller Percy Bysshe Shelley (1792-1822).

Gleichzeitig wollte Haifaa Al-Mansour zeigen, wie schwer es eine Autorin damals hatte, sich in der von Männern dominierten “Literaturszene” durchzusetzen.

Fernseh-Tipp: “Mary Shelley” – zum Inhalt

Als sich die beiden kennenlernten, war Mary gerade mal 16, Percy 21 Jahre alt und zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet. Die beiden brennen durch und reisen durch Europa, in ihrer Heimat England gesellschaftlich in Ungnade gefallen und angefeindet.

Zwei Jahre nach dem Beginn ihrer Romanze treffen Mary, ihr Geliebter und ihre Halbschwester Claire Clairmont am Genfer See ein und verbringen einige Wochen mit Lord Byron und dessen Arzt (und Geliebtem?) Dr. John Polidori.

Es ist 1816, das “Jahr ohne Sommer”, bedingt durch den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambori ein Jahr zuvor.

Das schlechte Wetter zwingt die Gesellschaft, in der Villa Diodati zu bleiben und sich mit Liebeleien und Eifersüchteleien die Zeit zu vertreiben.

Fernseh-Tipp: "Mary Shelley"

Irgendwann regt jemand aus der Runde an, dass jeder eine Gespenstergeschichte schreiben und sie den anderen vortragen soll.

(Bild links: ractapopulous/ Pixabay)

Und Mary ersinnt ihren “Frankenstein”- Roman, der 1818 zunächst anonym und mit Unterstützung von Percy veröffentlicht wird.

Der Film “Mary Shelley” aus dem Jahr 2017 stieß auf unterschiedliche Kritiken (u.a. verworrener Handlungsablauf, historische Ungenauigkeit…), nur in einem Punkt waren sich alle einig: Elle Fanning als Mary Shelley ist brillant…. Ich bin mal gespannt.

Heute Abend, 20:15 Uhr auf Servus TV.

Übrigens entstand im Jahr ohne Sommer am Genfer See ein weiteres Meisterwerk der schauerlichen Literatur: Dr. John Polidoris “Ein Vampir” (siehe Meine Leselampe -> https://www.meineleselampe.de/buchautoren/polidori-john-william-bild-gwenoline63-pixabay/).

Fernseh-Tipp: “Mary Shelley” – Quellen und Weblinks

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