Ernesto Ferrero: “Die Geschichte von Quirina, dem Maulwurf und einem Garten in den Bergen”

von | 04.07.2019 | Buchvorstellung

Autor(en): Ferrero, Ernesto

Sehr sommerlich, philosophisch und leicht zugleich mutet “Die Geschichte von Quirina, dem Maulwurf und einem Garten in den Bergen” an.  Offen sein für Neues und die ausgetretenen Pfade des bisherigen Lebens auch mal verlassen – ist das Ernesto Ferreros Botschaft?

Angesichts der vielen Herz-Schmerz-Happy End-Sommerromane mit weißen Stränden, kleinen Blumenläden und idyllischen Leuchttürmen und diversen Sommerkrimis aus Toskana, Provence und Co. mit charmanten Kommissarinnen und männlich herben Ermittlern habe ich für mich nach Alternativen gesucht und sie gefunden:

Kampf gegen das Chaos = Kampf gegen den Tod?

“Die Geschichte von Quirina, dem Maulwurf und einem Garten in den Bergen” erzählt von einer rüstigen 80jährigen, die zufrieden in einem lombardischen Bergdorf lebt. Ordnung, das ist für Quirina geistige und moralische Disziplin, Ordnung hält den Tod fern und so hat sie auch ihren Garten nach dieser Maxime gestaltet. Ihr Entsetzen ist groß, als sie Maulwurfshügel auf ihrem mustergültigen Rasen und in ihren gepflegten Beeten entdeckt. Nachbarschaft und Familie werden in den Kampf gegen den Maulwurf einbezogen, von philosophischen und biologischen Erkenntnissen bis hin zu mechanischen Fallen wird alles ausprobiert….. Ernesto Ferrero schildert, wie für Quirina aus dem Feind Maulwurf langsam ein Gefährte wird, ein Gegenspieler, den sie braucht, um sich weiter zu entwickeln und ihrem Leben mehr Farbe zu geben.

Meine Leselampe-Fazit:

Tiefgründig und amüsant zugleich, ein leiser Sommer-Lese-Genuss!!!

Mein Lese-Exemplar:

Ernesto Ferrero, “Die Geschichte von Quirina, dem Maulwurf und einem Garten in den Bergen”, Roman, mit Zeichnungen von Paola Mastrocola, übersetzt von Friederike Hausmann, 103 Seiten, erschienen 2015 im Verlag Antje Kunstmann GmbH.