Viktorianische Romane von….Wilkie Collins

von | 23.04.2020 | Buchvorstellung

Ein paar Werke des viktorianischen Autors Wilkie (voller Name William) Collins lege ich Euch besonders ans Herz. Natürlich hat er weitaus mehr exzellente Romane geschrieben, doch das führt hier zu weit.

“Die Frau in Weiß” (“The Woman in White”, 1860) habt Ihr auf Meine Leselampe schon kennengelernt, vielleicht auch die Fernsehverfilmung gesehen (wenn Ihr wie ich älteren Datums seid).

In meine Besprechung könnt Ihr gern nochmal reinschauen, hier der Link zum letzten der 11 Teile: “Die Frau in Weiß”, Schlussklappe und Fazit,

oder gleich das ganze Buch lesen…..Wilkie Collins, “Die Frau in Weiß”, 763 Seiten, aus dem Englischen übersetzt von Arno Schmidt, erschienen 1965 im Henry Goverts Verlag Stuttgart / Deutscher Bücherbund.

“Der rote Schal” (“Armadale”, 1866)

…..erzählt die Geschichte von Alan Armadale und Ozias Midwinter. Die jungen Männer, obwohl weitläufig verwandt, könnten gegensätzlicher nicht sein. Ozias, innerlich gespalten, ist grüblerisch und von düsteren Visionen geplagt. Frohgemut, oberflächlich, ohne seelischen Tiefgang dagegen Alan. Die Verbrechen ihrer Väter gefährden die Freundschaft und das Leben der beiden. Wilkie Collins stellt ihnen zwei ebenso unterschiedliche Frauen an die Seite: die skrupellose kriminelle Lydia Gwilt (roter Schal!!) und die naive junge Nelly Milroy. Eine spannende viktorianische Schauergeschichte, in der das Übernatürliche und das real existierende Verbrechen sich nicht ausschließen.

Wilkie Collins, “Der rote Schal”, Roman,  669 Seiten, übersetzt aus dem Englischen von Eva Schönfeld, erschienen 1967 Henry Goverts Verlag Stuttgart / Deutscher Bücherbund.

“Der Monddiamant” (“The Moonstone”, 1868)

…….handelt von einem sagenumwobenen Diamanten, der einst aus einem indischen Tempel geraubt wurde und als Unglücksbringer gilt. Durch eine Erbschaft kommt in England die junge Rachel Verinder Jahrhunderte später in seinen Besitz, jedoch nur für kurze Zeit. Das Kleinod verschwindet, als drei Inder in der Gegend auftauchen. Wilkie Collins lässt mit Inspektor Cuff einen “richtigen” Beamten von Scotland Yard ermitteln. Und setzt auf das bewährte Schema, die Geschehnisse von verschiedenen Personen berichten zu lassen.

Wilkie Collins, “Der Monddiamant”, ein Criminal-Roman, 549 Seiten, übersetzt von Inge Lindt, erschienen  2013 bei dtv, München.

“Die Dame und das Gesetz” (“The Law and the Lady”, 1875)

Eine Frau als Detektivin – das gab es bis dato in der viktorianischen Literatur nicht. Wieder einmal ist Wilkie Collins Genre-Vorreiter. Eine junge Frau, Valeria, frisch und glücklich verheiratet, entdeckt, dass ihr Ehemann einen falschen Namen benutzt. Und das er vor ein paar Jahren verdächtigt wurde, seine erste Ehefrau vergiftet zu haben. Valeria glaubt an seine Unschuld und setzt alles daran, sie zu beweisen.

Wilkie Collins, “Die Dame und das Gesetz”, Roman, 293 Seiten, Übersetzung: Adolf von Winterfeld, erschienen 2018, Europäischer Literaturverlag, Berlin.

 

“Das geheimnisvolle Hotel” (“The Haunted Hotel”, 1878)

Ein englischer Adeliger, Lord Montbarry, stirbt in einem Palast in Venedig, nachdem er eine hohe Lebensversicherung für seine Frau abgeschlossen hat – eines natürlichen Todes? Jahre später ist der Palast zu einem Hotel umfunktioniert worden. Ein unheimliches Hotel, in dem Gäste übernatürliche Träume quälen. Weil dort ein Verbrechen geschah? Anscheinend hat der viktorianische Autor Wilkie Collins sich von den Fakten eines wahren Falles seiner Zeit inspirieren lassen. Und kombiniert Schauerroman mit Detektivgeschichte.

Wilkie Collins, “Das geheimnisvolle Hotel”, ein Kriminalroman, 165 Seiten, mit einem Nachwort von Hildegard Gerlach, erschienen 1980 im Verlag Herder, Freiburg im Breisgau.

Wenn Ihr mehr über Wilkie Collins erfahren wollt, seht auf Meine Leselampe nach: Wilkie Collins: Kurze Biographie

Das Bild stammt von pixaby.