Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08…und Beeton!

von | 21.02.2022 | News

Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08 – Einleitung

Bevor ich auf Meine Leselampe zu dem Punkt «…und Beeton!» komme, geht es zunächst noch einmal um das, was war. Denn diesmal lag eine längere Pause zwischen meinen Beiträgen als üblich, da ich einen vollen Terminkalender hatte.

Meine Leselampe-Rückblick 22/KW07 – Rückblick

Passend zum Valentinstag am vergangenen Montag hatte ich Euch das Buch «Liebesgeschichten aus Irland» mit kurzen Erzählungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert vorgestellt -> https://www.meineleselampe.de/liebesgeschichten-aus-irland/.

Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08...und Beeton!

Die Werke der irischen SchriftstellerInnen sind ausgesprochen facettenreich. Von zärtlich bis ernüchternd, von wehmütig bis heiter, von ironisch bis ernst, von weise bis keck – die Kurzgeschichten bieten Abwechslung und sprechen verschiedenste Leser-Persönlichkeiten an.

«Liebesgeschichten aus Irland» lesen sich auch in der Zeit zwischen zwei Valentinstagen ausgesprochen gut!!

Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08

… in der wir, um auf «…und Beeton!» zu kommen, wieder ein Stück zurückgehen, zu den «Mordswochen», mit denen Meine Leselampe dieses Jahr eingeläutet hat. In Teil 2/3 von Thomas de Quinceys «Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet» gab es diesen alten verbitterten Mordliebhaber, Spitzname «Unke».

Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet (Teil 2/3)/Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08

Auf jenen Unkerich hatten seine Clubkameraden ein launiges lateinisch-englisches Liedchen ersonnen: “toad in the hole” – “die Kröte im Loch”.

(Bild rechts: biggerthanpluto/Pixabay)

«Toad in the hole» lautet auch der Name eines beliebten britischen Gerichts, zu dem Mrs. Isabella Beeton (1836-1865) zwei Rezepte beigesteuert hat: eins mit Roastbeef und Schafsniere, eines nur mit Schafs- und Hammelfleisch. Und Beeton! Auch andere KöchInnen des 18. und 19. Jahrhunderts kannten «Toad in the hole» und so gibt es viele Variationen des Gerichts.

Heute sind es meist Bratwürste, die in einem Mehl-Eier-Milch-Teig gebacken werden. Früher nahm man auch Tauben und wie erwähnt, Lammnieren, Hammelfleisch und derlei Köstlichkeiten.

Charles Elmé Francatelli (1805-1876) empfahl, nicht mehr ganz frisches, aber eben billiges Fleisch zu verwenden – mit dem dankenswerten Hinweis, vor der Verarbeitung die Einstichstellen der Fliegen zu entfernen. Übrigens: für zwei Jahre (1840-1842) war jener Francatelli Küchenchef im britischen Königshaus und durfte Queen Victorias Gaumen verwöhnen [1] – hmm…

Der Tipp mit den Fliegenstichen stammt aber aus seinem «A Plain Cookery-Book for the Working Classes» [2] von 1852, in dem es darum ging, mit möglichst wenig Geld möglichst viel Essen auf den Tisch zu bringen.

Genug geplaudert, ich bleibe bei «meiner» Mrs. Beeton [3] und wandele eines ihrer «Toad in the hole»-Rezepte ab, sprich: ich lasse die Lammnieren weg. Oder mögt Ihr so etwas?

Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08 – kurz und knackig

Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 08

Freitag, 25. Februar 2022

“Toad in the hole”-

ein Rezept nach Mrs. Beeton

(Bild links: The_Gardener/Pixabay)

Ich hoffe, Ihr kocht mit – auf Meine Leselampe!! Bleibt gesund und mir gewogen…

...und die Claverings! Meine Leselampe-Vorschau 22/KW 39