Robert Louis Stevenson: Kurze Biographie

von | 18.02.2020 | Kurze Biographie

Robert Louis Stevenson – bis heute kennen Jung und Alt die Werke des schottischen Dichters, Dramatikers und Autors, er kommt nicht aus der Mode. Auf Meine Leselampe möchte ich Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde vorstellen. Vorab ein paar Informationen zum Leben und Werk des Autors dieser viktorianischen Schauernovelle.

Geboren wurde Robert Louis Stevenson im November 1850 in Edinburgh, er starb im Dezember 1894 auf des Südseeinsel Samoa, wo er die letzten vier Jahre seines Lebens verbracht hatte.  Stevenson ist weit herum gekommen – er war in Frankreich, den USA, der Schweiz und der Südsee – teils aus Neugier, teils aber auch aus gesundheitlicher Notwendigkeit. Bronchien und Lunge machten ihm von Kindesbeinen an zu schaffen, 1880 diagnostizierten die Ärzte dann Tuberkulose bei ihm.

Doch zurück zum Anfang.

Stevenson entstammte einer schottischen Ingenieurs-Familie. Auf Wunsch seines Vaters studierte er Jura und wurde als Anwalt zugelassen. Diesen Beruf übte er nie aus, seine Leidenschaften waren nun mal das Schreiben und Reisen. Und ohne das Reisen wäre er vielleicht Junggeselle geblieben: in den USA lernte Stevenson seine spätere Frau kennen, die 10 Jahre ältere und zu dem Zeitpunkt noch verheiratete Amerikanerin Fanny Osborne. Sie brachte eine Tochter und einen Sohn mit in die Ehe, eigene Nachkommen hatte Stevenson nie.

Obwohl er nur 44 Jahre alt wurde, hinterließ Robert Louis Stevenson sehr viele und vielseitige Werke: Gedichte, Kurzgeschichten, Essays, Reiseberichte, Bühnenstücke, Romane – mal volkstümlich, mal historisch oder abenteuerlich, dann wieder sozialkritisch oder gruselig.

Wie seine viktorianischen Kollegen Thackeray und Dickens veröffentlichte der schottische Literat die meisten seiner Romane und Erzählungen zunächst als Fortsetzungen in Zeitschriften und erst später in Buchform.

Die meisten von uns sind mit dem Roman “Die Schatzinsel” (1883) aufgewachsen, viele kennen “Das Flaschenteufelchen” (1893) noch aus ihrer Jugendzeit und natürlich “Die Abenteuer des David Balfour” (der Originaltitel des Romans von 1886 lautet “Entführt”).

Tja, und später landet man dann bei “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde” (1886). Selbst die, die diese Stevenson-Bücher nicht gelesen haben, kennen Stoff und Handlung vom Fernsehen oder Kino her.

Aber auch die weniger populären Werke von Robert Louis Stevenson sind lesenswert:

ich habe mir neulich nochmal Stevensons erste Kurzgeschichte “Ein Nachtquartier” von 1877 vorgenommen. Es ist eine fiktive Episode aus dem Leben des französischen Poeten, Fast-Geistlichen, Landstreichers und Mörders Francois Villon, der im 15. Jahrhundert lebte. Stevenson bildet das vermutete Lebensgefühl eines Mannes wie Villon nach, schlüpft quasi in dessen Charakter.

Krasser Gegensatz dazu ist die Kurzgeschichte “Die krumme Janet” von 1881, in der es schottisch-düster und sowohl streng- als auch abergläubisch zugeht.

Meine Quellen:

Beide Kurz-Geschichten und Infos zu Stevenson findet ihr in “Englische Meistererzählungen” (UT: Von Scott bis Wilde), herausgegeben und übersetzt von Ilse Hecht, erschienen 2006 im Anaconda Verlag, Köln, -> übrigens auch schon auf “Meine Leselampe” vorgestellt, yeah….!!!! 

Ein Gesamtverzeichnis des Werkes von Robert Louis Stevenson gibt es natürlich bei wikipedia…

Meine Leselampe-Vorschau:

Wir lesen uns wieder mit “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde” – demnächst auf diesem Blog……..